Beplankung des Mittelteil
Das Jahr ist ja fast zu Ende. Daher muss der alte Wandkalender herhalten und wird als Schablone für den Zuschnitt benutzt.
So können auch alle Ausschnitte und Bohrungen exakt und passgenau aufgenommen werden.
Mit Wasser und Bügeleisen wird die Beplankung um die Nasenleiste gezogen
Über Nacht getrocknet bleibt die Beplankung in Form. Und alle Ausschnitte sind schon drin.
Per Weißleim-Bügelmethode zuerst unten beplankt
Dann die Löcher für die vorderen Befestigungbolzen geschnitzt
Nachdem die Haltebolzen (von innen) verklebt sind wird die Klebung des oberen Beplankungsanteil vorbereitet. Also Weissleim drauf, antrocknen lassen und aufbügeln.
Und Beplankung letztlich fertig

Rumfanformung an die Fläche
Um genügend Auflage für die Fläche zu erhalten wird ein Laminat eingefügt.
Hier noch der ursprünglicher Zustand.
Eine Hilfslinie für die Säge anzeichnen. Damit ein gleicher Abstand entsteht wird eine kleine Hilfe benutzt.
Genügend Streifen aus Balsa bereitlegen…
und aufleimen…
und schon fertig,
und von innen…
Schön an der hinteren Flächenbefestigung
Nach der Lakierung kommt noch Filz, zur akustischen Entkopplung drauf.
Verkastung der Außenflächen
Zum Rumpf hin wird mit 4mm Balsa verkastet. Ab der fünften Rippe dann mit 2 mm Balsa.
Das ist etwas Fleißarbeit, denn immerhin müssen 96 Balsabrettchen einzeln ausgemessen, ausgesägt und verklebt werden.
Als Kabelkanal für die Qurruderservos ist ein langer Strohhalm eingeklebt. Die Bohrungen in den Rippen passen genau – also hat sich die Vorbereitungen der Rippen mit Kollege Computer gelohnt.

Außenfläche Endleiste
Zunächst einige Leisten geschnitten. Die Endleiste bis zu den Querrudern wird wieder wie beim Mittelteil aus eine Kiefernleiste erstellt. Die vier Leisten links gehöreb schon zur Hohlkehle.

Wieder mit Weißleim angebracht. Damit alles passt wird dazu das Außenteil auf dem Mittelteil gesteckt. Das stellt sicher das die erste Rippe auch genau am Mittelteil anliegt.
Und kleine Fleißarbeit an der Säge
Danach sofort die Verstärkungen angeklebt.
Zum Schluss dann noch etwas gemäß der Profilkontur verschleifen.
Querruder 1.Teil
Die Querruder werden in Hohlkehle gelagert und zudem als Laminat erstellt.
Also erst mal wieder einige Teile aus verschiedenstem Balsa schneiden.
Hohlkehle – noch nicht hohl
Die Endleiste des Querruders- auch noch roh. Aus Laminat, schön verdrehsteif.
Und nach Hobel- und Schleiforgie eine Hohlkehle sowie herausgeputzte Endleiste geschaffen.
Die Feinarbeit kommt später wenn das Querruder komplett
Fast Spalt frei – wie geplant.
Sechs Stiftscharniere 5mm (mit Doppelscharnier) pro Seite sollten wohl reichen

Warum eigentlich Hohlkehle und nicht einfach Dreiecksleisten genommen und konventionell gearbeitet? Ginge bedeutend schneller. Aber, der Bau ist das Ziel und nicht unbedingt schnell fertig zu werden. Fliegzeugs habe ich genug.
Warum bauten die Ingenieure die Royal Gorge Bridge an eine solch unmögliche Stelle?
Weil sie wissen wollten ob sie es schaffen können.
Und ich weiß jetzt das ich Hohlkehlen bauen kann, die sich zudem verjüngen.
Querruder 2.Teil
Dreiecke zur Verstärkung gesägt
und angeklebt
wieder Dreiecke sägen
und an die Endleiste kleben. Dann die Bohrungen und Ausfräsungen für die Stiftscharniere anbringen.
Und wieder Dreiecke aus Balsa sägen
und an die Fläche anbringen
Etwas gehobelt und geschliffen und das erste Querruder ist Rohbau fertig. Das nächste folgt sogleich…
Qurerruderanlenkung
Noch mehr Kleinteile erstellt. Nein, nicht für eine Puppenstube – für die Klemm! Dauert etwas länger sich alles im begrenzten Hirn zurechtzulegen und dann zu erstellen. Dafür passt alles mit minimaler Nacharbeit, ist funktionell und sieht etwas besser aus als bei den zusammen genagelten Kisten.
Damit alles an die richtige Position kommt, die geforderten Ausschläge stimmen und nichts hakt wird erst ein Plan für die Geometrie der Anlenkung erstellt. Mit Geogebra lässt sich so etwas schnell zeichnen und simulieren. Man kann toll mit den verschiedenen Parametern spielen und die Bewegungen ausprobieren. Hier ein Link zu meinem selbst erstellten Servosimulator (die Version mit gekreuzter Anlenkung kommt auch noch irgendwann dahin). Wer die zugehörige Datei möchte kann sich bei mir melden.
Die Anlenkung läuft über Kreuz und somit wird der nötige Ausschnitt in der Fläche (und Endleiste) minimiert. Jetzt nur noch schnell alles nach Plan ausgerichtet und angeklebt.
Hier die Ansicht von oben…
Die Rudergestänge sind aus 3mm Edelstahl. Einseitig war bereits ein M3 Gewinde vorhanden. Gar nicht so einfach mit meinem billig-Schneideisen ein weiteres auf die andere Seite zu fabrizieren 😕
und die Ansicht von unten…
Die Durchbrüche für das Gestänge in Endleiste und Verkastung werden mit passenden Formteilen aus Sperrholz verstärkt. Damit die Bespannung nicht in der Luft hängt läuft das Gestänge durch eine Führung aus Holz. Darauf kann auch später die Abdeckung angebracht werden.
Sieht doch schon gut aus! Und jetzt schnell das Ganze für die rechte Seite 🙂
Verkastung der Steckung
Die Steckung wird oben und unten mit passenden Teilen aus 4mm Pappel verkastet. Und dabei ist ES passiert!!! Zum erstem Mal habe ich mich bei dem Projekt versägt. Dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz. Zum Glück fällt aus der Dekupiersäge nach kurzer Zeit ein neues Stück heraus das auch passt.
Jetzt noch die Abstützung der Wurzelrippe und es kann beplankt werden…
Abstützung der Wurzelrippe
Dem ganzen Gebilde wird noch etwas mehr Stabilität durch drei Abstützungen der Wurzelrippe gegönnt.

Mal kurz die Böen- und Manöverlastvielfachen überschlagen – alles im grünen Bereich. Trotzdem werden vor dem Erstflug die Flächen mit bis zu 20 kg (jeweils) zum Test belastet. Die Ruderkräfte auch gleich berechnet. Leider darf ich die Querruder bei Höchstgeschwindigkeit “nur” auf maximal 45° ausschlagen lassen 🙂
Außenflächen sind rohbaufertig
Damit sind die Flächen fertig zum Beplanken. Das 0,6mm Sperrholz ist schon gebeizt und muss noch etwas trocken.
Man könnte meinen das jetzt der Endspurt kommt. Weit gefehlt. Die Beplankung wird in Teilen aufgebracht und geschäftet, die Bespannung wird wie beim Höhen- und Seitenruder “aufgenäht”, Randbogen und Servodeckel anbringen, Lackierung und Kennung und Dies und Das aus der Scale-Ecke. Also, noch genug zu tun. Mal sehen wie lange das schlechte Wetter reicht. Also kann ich wie im Sklavenlied singen: “Man das ging langsam voran, wir kamen trotzdem voran,…”
Beplankung rechter Aussenfläche
Endlich habe ich es geschafft die vordere Beplankung der rechten Aussenfläche anzubringen.
Die Beplankungsstösse sind dabei nicht zu erkennen. Im Ernst – entgegen der ursprünglichen Planung habe ich die Beplankung in einem Stück aufgebracht. Leider musst ich noch nach beizen. Dadurch ist die Beplankung dann etwas wellig geworden. Hat auf jeden Fall einen nostalgischen Charme bekommen.
Mit der Beplankung der anderen Seite geht es dann weiter wenn der Gesundheitszustand es wieder erlaubt. Also wird es hier etwas ruhiger werden.

Beplankung der Rippen
Lange ging es hier nicht weiter. Nein, die Lust auf die Klemm ist nicht verloren. Ist ja mein Winterprojekt und der Winter will nicht richtig kommen. Das Wetter war einfach zu freundlich um in der Klemmpnerei zu verschwinden und die Neuzugänge im Hangar machten einfach zuviel Spaß. Immerhin soviel das diese Saison genau 333 Flüge zusammen kamen.
Letzten Frühjahr wurde noch die andere Flächenhälfte beplankt.
Nun ist das Wetter wieder so mies das es hier langsam weiter gehen kann.
Wirklich langsam – da alle Rippen mit Stringer beplankt werden. Das ist eine gute Meditationsübung 😉
Sieht doch gut aus – und noch dazu verleit es den Balsarippen ordentlich Stabilität

























